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Umweltministerkonferenz: Ausbau der Elektromobilität an den Ausbau der Erneuerbaren anpassen!

Elektroautos und  Strombedarf
Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer (Saarland): „Es hilft nichts, wenn wir in Deutschland ausschließlich Elektroautos fahren, unsere Nachbarn dafür aber weitere AKW bauen, um den zusätzlichen Strombedarf zu decken.“

Mit Blick auf die gescheiterten Sondierungsgespräche für eine neue Bundesregierung richteten die Umweltminister der Länder einen Appell an die Koalitionäre, die Elektromobilität verantwortungsvoll, das heißt, gekoppelt an den Zuwachs der regenerativen Stromerzeugung, auszubauen.

Das Saarland hat auf der Umweltministerkonferenz (UMK) in Potsdam einen entsprechenden Beschlussvorschlag erfolgreich in die Konferenz eingebracht.

„Ich begrüße die zunehmende Elektrifizierung des automobilen Straßenverkehrs als wichtigen Beitrag gegen die Schadstoffbelastung der Innenstädte“, so Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer.

 

„Der notwendige Ausbau der Elektromobilität muss jedoch mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien Schritt halten. Denn wir müssen beachten, dass der Strom, der durch E-Mobilität verbraucht wird, an anderer Stelle fehlt und zusätzlich produziert werden muss. Eine Umstellung des Autoverkehrs auf Elektroantrieb darf nicht dazu führen, dass der Anteil fossiler Energieträger an der Stromerzeugung in Deutschland und die damit verbundenen Emissionen, insbesondere an klimaschädlichem Kohlendioxid, ansteigen.“

 

Der zusätzliche Energiebedarf für den Ausbau der Elektromobilität dürfe auch nicht durch den Import von Atomstrom aus Nachbarländern gedeckt werden.

 

Krämer: „Es hilft nichts, wenn wir in Deutschland ausschließlich Elektroautos fahren, unsere Nachbarn dafür aber weitere AKW bauen, um den zusätzlichen Strombedarf zu decken.“ Die UMK folgte am Freitag dieser Argumentation und fasste hierzu einen Beschluss.

 

Saarland - Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz