· 

Europas erste öffentliche „Ultra“-Schnellladestation für Elektro-Autos in Betrieb

Die ersten „Ultra-E“-Schnellladesäulen sind im unterfränkischen Kleinostheim nahe der Autobahn A3 in Betrieb
Die ersten „Ultra-E“-Schnellladesäulen sind im unterfränkischen Kleinostheim nahe der Autobahn A3 in Betrieb

Ab dem 21.12.2017 sind die ersten „Ultra-Schnellladesäulen“ für Elektro-Fahrzeuge in Europa öffentlich zugänglich. Das Unternehmen Allego (Arnheim, Niederlande) bestückt zurzeit eine durch die Niederlande, Belgien und Deutschland führende Strecke bis hin zur österreichischen Grenze mit 21 Ultra-Schnellladestationen.

Diese ermöglichen kommenden Modellen von Langstrecken-Elektro-Autos in fünf Minuten eine Reichweite von 100 Kilometern zu laden, berichtet das Unternehmen.

 

Vier Ladesäulen mit zunächst 175 kW

Die ersten Schnellladesäulen gehen ab sofort im unterfränkischen Kleinostheim nahe der Autobahn A3 in Betrieb. Direkt an der Ausfahrt Aschaffenburg-West, an der Saaläcker Straße, stehen die vier ultraschnellen Ladesäulen.

Dort können vier E-Autos parallel mit zunächst 175 kW geladen werden. Im Frühjahr 2018 sollen die Ladestationen noch einmal aufgerüstet werden, so dass anschließend an zwei der vier Anschlüsse sogar mit bis zu 350 kW geladen werden kann.

 

„Ultra-E“-Ladestationen in unmittelbarer Nähe von Autobahn-Abfahrten

Vervollständigt wird das Angebot an der Station durch eine weitere Multi-Standard-Ladesäule mit 50 kW. Die neuen „Ultra-E“-Ladestationen werden laut Allego im Abstand von 150 bis 200 Kilometern in unmittelbarer Nähe von Autobahn-Abfahrten aufgestellt. Weitere Stationen sollen folgen; die nächste werde in Bernau am Chiemsee errichtet.

Fahrtziele auf der Strecke von der niederländischen Küste bis zur österreichischen Grenze sollen so mit dem Elektro-Auto ab Sommer 2018 unkomplizierter erreichbar sein.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser neuen Generation von Schnelladesäulen einen Meilenstein für die künftige Elektromobilität in Europa legen“, sagt Ulf Schulte, COO von Allego.

 

System unterstützt alle gängigen Ladekarten und Zugangs-Apps

Die Ultra-Schnellladestationen seien für viele aktuelle und künftige E-Autotypen ausgelegt. Sie eignen sich besonders für die neuen Langstrecken-E-Autos, die ab 2018 auf den Markt kommen. Allego ergänzt damit sein aus 250 Ladestationen mit 50-kW bestehendes Schnellladenetzwerk.

„Interoperabilität ist bei uns Standard. Wir unterstützen alle gängigen Ladekarten und Zugangs-Apps. So kann jeder bei Allego sein E-Auto laden und schnell weiterfahren, so Schulte. „Dieser umfassende Service ist vor allem durch die Kooperation mit unseren zahlreichen Partnern möglich.“

 

Projekt wird von der Europäischen Union teilfinanziert

Das Projekt „Ultra-E“ wird von einer Allianz aus Energie-Unternehmen, Fahrzeugherstellern, Automobilzulieferern, einer Roaming-Plattform und öffentlichen Institutionen getragen.

Neben Allego BV als Koordinator engagieren sich Audi AG, BMW i, Renault Magna, Bayern Innovativ, Hubject, Smatrics und Verbund AG darin.

Für den Ausbau der „Ultra-E“-Strecke steht ein Gesamtbudget von 13 Millionen Euro zur Verfügung, das die „Connecting Europe Facility“ der Europäischen Union teilfinanziert.

 

 

 

 

 

 

Allego GmbH

Kommentar schreiben

Kommentare: 0