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Deutsche Automobilindustrie investiert über 40 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung; Elektromobilität ist ein Schwerpunkt

In den nächsten fünf bis acht Jahren wollen die deutschen Hersteller mehr als 150 neue Modelle mit Elektro-Antrieb auf die Straße bringen
In den nächsten fünf bis acht Jahren wollen die deutschen Hersteller mehr als 150 neue Modelle mit Elektro-Antrieb auf die Straße bringen

Die deutsche Automobilindustrie hat ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) erneut erhöht. Nach Angaben der Europäischen Kommission stiegen im Jahr 2016 die weltweiten Aufwendungen auf 40,2 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Damit stemmt die deutsche Automobilindustrie mehr als ein Drittel der gesamten weltweiten FuE-Ausgaben der Automobilbranche, berichtet der Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA).

 

Das sei die Spitzenposition – noch vor japanischen und amerikanischen Unternehmen. Unter den Top-10-Investoren in der weltweiten Automobilindustrie seien vier deutsche Unternehmen.

Gut die Hälfte der FuE-Investitionen entfalle auf den Standort Deutschland: Die inländischen FuE-Aufwendungen wuchsen um 2 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Davon wurden gut zwei Drittel (68 Prozent) von den Fahrzeugherstellern sowie knapp ein Drittel (32 Prozent) von den Zulieferern getätigt. Das entspricht 35 Prozent der FuE-Investitionen der gesamten deutschen Industrie. Die Automobilindustrie ist damit auch im nationalen Branchenvergleich Spitzenreiter.

 

Digitalisierung und alternative Antriebsformen

"Mit der Digitalisierung und dem Aufkommen alternativer Antriebsformen steht die deutsche Automobilindustrie vor einem herausfordernden Transformationsprozess“, so Matthias Wissmann, Präsident des VDA.

„Die deutschen Hersteller und Zulieferer investieren daher massiv in die Mobilität von morgen und forschen so intensiv wie noch nie. Sie wissen: Nur wer hierbei mit hoher Innovationsgeschwindigkeit vorangeht, bleibt auch weiterhin erfolgreich.“

 

40 Milliarden Euro bis 2020 für FuE zu alternativen Antrieben

Der VDA-Präsident betonte, dass neben der stetigen Optimierung der Verbrennungsmotoren sowie der Investitionen in das vernetzte und automatisierte Fahren vor allem die Entwicklung alternativer Antriebe einen großen FuE-Schwerpunkt darstelle. 40 Milliarden Euro wende die deutsche Automobilindustrie bis 2020 für alternative Antriebe auf.

 

Mehr als 150 neue Modelle mit Elektro-Antrieb angekündigt

In den nächsten fünf bis acht Jahren wollen die deutschen Hersteller mehr als 150 neue Modelle mit Elektro-Antrieb auf die Straße bringen. Noch vor 2020 werde der Elektroantrieb (PHEV, BEV) in allen Segmenten vertreten sein, von der Kompaktklasse bis zum SUV – mit Reichweiten von mehr als 500 Kilometern mit einer Batterieladung.

Rund ein Drittel aller weltweiten Patente im Bereich der Elektromobilität (34 Prozent) und des Hybridantriebs (32 Prozent) stamme aus Deutschland.

 

Deutschland soll Leitmarkt der Elektromobilität werden

„Ziel der deutschen Automobilindustrie bei der Elektromobilität ist es, nicht nur einer der weltweit größten Leitanbieter zu sein. Ziel ist auch, dass der deutsche Pkw-Markt international Leitmarkt beim Thema Elektromobilität wird“, so Wissmann.

 

 

 

 

 

 

 

VDA

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