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Bund fördert Elektromobilität in Hamburg; Pilotprojekt zur Umsetzung von Elektro-Ladeinfrastruktur für Busbetriebshöfe

Schon ab 2020 wollen die beiden städtischen Unternehmen HOCHBAHN und VHH ausschließlich emissionsfreie Busse anschaffen
Schon ab 2020 wollen die beiden städtischen Unternehmen HOCHBAHN und VHH ausschließlich emissionsfreie Busse anschaffen

Das Bundesverkehrsministerium hat Fördermittel in Höhe von rund 8,6 Millionen Euro für ein Pilotprojekt in Hamburg bewilligt. Mit diesem soll erstmals ein Konzept zur systematischen Umsetzung von Elektro-Ladeinfrastruktur für komplette Busbetriebshöfe erarbeitet werden.

 Von der Gesamtzuwendung in Höhe von rund 8,6 Millionen Euro fließen rund 6,4 Millionen Euro an die HOCHBAHN für die Energieversorgung und die Ladeinfrastruktur des ersten von sechs Carports auf den Busbetriebshof Gleisdreieck.

 

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) erhalten 1,8 Millionen Euro für die Ausrüstung des Busbetriebshofs Bergedorf. Die Helmut-Schmidt-Universität bekommt 400.000 Euro für die wissenschaftliche Begleitforschung.

 

Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie des Bundes (MKS). Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI).

 

 

Übertragbare Lösungen für Verkehrsunternehmen in Deutschland als Ziel

 

Die Projekte sollen die Basis für die weitere systematische Umsetzung der Ladeinfrastruktur auf den Busbetriebshöfen Gleisdreieck (HOCHBAHN) und Bergedorf (VHH) bilden. Eine Ausrüstung dieser Größenordnung sei in Deutschland derzeit einmalig und noch ohne Beispiel, heißt es in der Pressemitteilung. Ziel und Fördervoraussetzung ist, dass die Ergebnisse übertragbare Lösungen auch für andere Verkehrsunternehmen in Deutschland aufzeigen.

 

„Wir wollen mehr Mobilität bei weniger Emissionen. Deshalb unterstützen wir bundesweit zahlreiche Verkehrsprojekte, die zur Luftqualität in Städten beitragen“, kommentiert Bundesminister Christian Schmidt.

 

„Hierbei geht es uns vor allem um die Fahrzeuge, die ständig im Stadtverkehr unterwegs sind. Die beiden Hamburger Pilotvorhaben zeigen, wie Verkehrsbetriebe von morgen aussehen können – emissionsarm und leise. Das ist die Zukunft des ÖPNV.“

 

 

Elektromobilität in Hamburg ausbauen und stärken

 

Hamburgs Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: „Wir werden die Elektromobilität in Hamburg weiter ausbauen und stärken. Durch die Innovation und den großflächigen Einsatz emissionsfreier Busse schreiten wir deutschlandweit voran. Luftreinhaltung und Nachhaltigkeit sind uns sehr wichtig.“

 

 

Ab 2020 wollen HOCHBAHN und VHH ausschließlich emissionsfreie Busse kaufen

 

Schon ab 2020 wollen die beiden städtischen Unternehmen HOCHBAHN und VHH ausschließlich emissionsfreie Busse anschaffen und ihre Flotte von rund 1.500 Bussen schrittweise komplett umstellen.

 

Dafür müssen alle Busbetriebshöfe komplett für die Anforderungen des elektrischen Antriebs ausgerüstet werden. Hierzu gehört auch die Ladeinfrastruktur für die neuen Busse.

 

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 24,4 Millionen Euro. Abzüglich der Förderung betragen die Projektkosten 15,7 Millionen Euro, von denen die HOCHBAHN 12 Millionen Euro und die VHH 3,7 Millionen Euro trägt. Das Projekt läuft bis Ende 2019.

 

 

 

 

Freie und Hansestadt Hamburg

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