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Porsche und Audi entwickeln gemeinsame Architektur für Elektro-Autos

Mit der neuen elektrischen Architektur können Audi und Porsche die Vorteile des reinen Elektro-Fahrzeuges optimal nutzen
Mit der neuen elektrischen Architektur können Audi und Porsche die Vorteile des reinen Elektro-Fahrzeuges optimal nutzen

Vor zehn Monaten fiel der Startschuss zur gemeinsamen Elektro-Offensive von Porsche und Audi.

Nun konkretisieren und vertiefen die beiden Hersteller ihre Entwicklungskooperation. Ziel der Zusammenarbeit, die unter dem Namen Premium Platform Electric (PPE) firmiert, sei es, die Mobilität von morgen gemeinsam zu gestalten und zukünftige Elektro-Autos schneller auf den Markt zu bringen.

 

Durch den effektiven, gemeinsamen Einsatz von Entwicklungskapazitäten schaffe Porsche Spielraum für die Themen Elektrifizierung, Digitalisierung und autonomes Fahren sowie die Weiterentwicklung hoch effizienter konventioneller Antriebe. So das Unternehmen.

 

 

Kostensenkung durch Kooperation

 

„Wenn wir die anstehenden Aufgaben alleine bewältigen müssten, würden rund 30 Prozent höhere Kosten anfallen“, so Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG.

Für das gemeinsame Vorhaben, aus dem insgesamt drei Modellfamilien hervorgehen sollen, wurden Projekthäuser in Ingolstadt und Weissach geschaffen.

 

Zwei der drei geplanten Fahrzeugprojekte, die jeweils Modelle beider Hersteller umfassen, werden von Audi geführt, eines von Porsche.

 

Aktuell arbeiten nach Angaben der Unternehmen rund 550 Audi- und 300 Porsche-Entwickler in dem Projekt – Tendenz steigend. Sie verbringen jeweils zwei Präsenztage pro Woche am Partnerstandort.

 

 

Vorteile des Elektro-Fahrzeuges optimal nutzen

Mit der neuen elektrischen Architektur können Audi und Porsche die Vorteile des reinen Elektro-Fahrzeuges optimal nutzen – so zum Beispiel bei Package, Radstand und Raumangebot.

Gleichzeitig seien die Architekturen so variabel, dass innerhalb einer Modellfamilie sowohl Hoch- als auch Flachbodenfahrzeuge, also SUVs und Limousinen, produziert werden können.

Erste Modelle auf Basis der PPE sind für Ende 2021 geplant. Zuvor soll 2019 mit dem Serienmodell des Mission E der erste voll elektrische Sportwagen von Porsche an den Start rollen.

 

Bis 2022 will Porsche mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren. Damit verdoppelt der Hersteller die bislang in diesem Bereich geplanten Aufwendungen.

 

Von den zusätzlichen drei Milliarden Euro fließen laut Porsche etwa 500 Millionen Euro in die Entwicklung von Varianten und Derivaten des Mission E, gut eine Milliarde Euro in die Elektrifizierung und Hybridisierung der bestehenden Produktpalette, mehrere hundert Millionen in den Ausbau der Standorte sowie rund 700 Millionen Euro in neue Technologien, Ladeinfrastruktur und Smart Mobility.

 

 

Blume: „Der Erfolg unserer Plug-in-Hybride stärkt unser Selbstvertrauen"

„Für den Erfolg der Elektromobilität müssen immer mehrere Faktoren zusammenspielen. Dazu gehören vor allem attraktive Produkte mit großen Reichweiten, kurzen Ladezeiten und hohem Kundennutzen. Wenn wir diese anbieten können, wird der Markt schnell an Tempo gewinnen“, so Blume.

„Der Erfolg unserer Plug-in-Hybride stärkt unser Selbstvertrauen. Unsere Kunden nehmen die Hybridmodelle hervorragend an.“

 

In Europa wurden seit Markteinführung der Panamera-Hybridmodelle rund 60 Prozent aller Fahrzeuge der Baureihe mit diesen hoch modernen Antrieben ausgeliefert. Bei den Auftragseingängen lag die Quote in manchen Ländern deutlich darüber, so zum Beispiel in Skandinavien, wo rund 90 Prozent der Bestellungen auf die Hybrid-Varianten des Panamera entfallen.

 

 

 

Porsche AG.

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