· 

Kobaltnachfrage für Elektromobilität könnte von 12.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 95.000 Tonnen im Jahr 2026 steigen

Lithium-Ionen-Batterien, die auch Kobalt enthalten. Foto: Liberty One Lithium
Lithium-Ionen-Batterien, die auch Kobalt enthalten. Foto: Liberty One Lithium

Die künftige Knappheit bei Kobalt sei real, berichtet die GOLDINVEST Consulting GmbH (Hamburg). „Daran ändern offenbar weder Anstrengungen zum verstärkten Recycling wie jetzt von Samsung angekündigt, noch Anstrengungen, Kobaltanteile zunehmend durch Nickel zu ersetzen“, so das Rohstoffportal goldinvest.de.

 

Die weltweit tätige Beratungsgruppe CRU, ein Spezialist für Industriemetalle seit 1969, rechne damit, dass die Kobaltnachfrage allein für die Elektromobilität von 12.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 95.000 Tonnen im Jahr 2026 steigen könnte.

 

 

Kobaltpreis stieg 2017 um 129 Prozent

 

Die weltweite Gesamtproduktion von Kobalt, das in erster Linie als Beiprodukt aus dem Kupfer- und Nickelbergbau stammt, liege nach Angaben des US Geological Surveys aktuell bei 123.000 Tonnen pro Jahr. Der Kobaltpreis sei schon im vergangenen Jahr aus Furcht vor Lieferengpässen um 129 Prozent auf 75.500 USD pro Tonne gestiegen. Seit Ende 2015 liege der Anstieg sogar bei 230 Prozent.

Die massive Erhöhung von Steuern und Lizenzgebühren im Kongo, die dort vor erst wenigen Tagen beschlossen wurde, könnte den Kobaltpreis zu neuen Höchstpreisen führen. Der Kongo liefert derzeit mehr als die Hälfte des weltweiten Bedarfs an Kobalt.

 

 

Automobilhersteller suchen langfristige Lieferzusagen für Kobalt

 

Zuletzt war bekannt geworden, dass viele Automobilunternehmen versuchen, langfristige Lieferzusagen für Kobalt zu sichern. BMW scheine dies einer Meldung vom Samstag vergangener Woche zufolge gelungen zu sein. VW sei erst vor wenigen Monaten noch beim Versuch gescheitert, einen Liefervertrag mit Glencore festzumachen.

 

 

Chinesische Unternehmen könnten demnächst 90 Prozent des Kobaltmarktes beherrschen

 

Die Upstream-Industrie habe das Kobaltproblem längst erkannt. Allerdings habe China eindeutig die Nase vorn. Die Berater der CRU Group erwarten, dass chinesische Unternehmen demnächst 90 Prozent des Kobaltmarktes beherrschen könnten. Chinesische Firmen produzieren laut Zahlen der CRU Group rund 77 Prozent des Anteils an Kobaltchemie in Batterievorprodukten. Damit hätten chinesische Unternehmen ihre dominierende Rolle in der Wertschöpfungskette für Kobalt seit 2012 nochmals um 10 Prozent ausgeweitet, so die Experten von CRU.

 

Glencore PLS sei derzeit der weltgrößte Produzent von Kobalt. Das Unternehmen habe angekündigt, seine Produktion in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Andere Mitspieler auf dem Markt seien China Molybdenum Co. oder Zhejjang Juaou Cobalt Co.

 

 

 

 

GOLDINVEST Consulting GmbH 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0