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Sachsen-Anhalt plant 1.300 öffentliche Ladepunkte für Elektro-Fahrzeuge bis 2020

Bis 2020 soll in Sachsen-Anhalt mindestens alle 30 Kilometer ein öffentlich zugänglicher Elektro-Ladepunkt vorhanden sein
Bis 2020 soll in Sachsen-Anhalt mindestens alle 30 Kilometer ein öffentlich zugänglicher Elektro-Ladepunkt vorhanden sein

Bis zum Jahr 2020 soll es in Sachsen-Anhalt 1.300 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektro-Fahrzeuge geben. Das sieht das Ladeinfrastrukturkonzept (LIS-K) vor, welches am 06.03.2018 von der Landesregierung beschlossen wurde.

 

„Damit sind wir sehr gut vorbereitet auf den erwarteten Anstieg der Elektromobilität in den nächsten Jahren“, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel nach der Kabinettssitzung.

 

 

Ziel: Zusätzlich rund 1.100 E-Tankstellen und mindestens ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt alle 30 Kilometer

 

„Emissionsfreie Fahrzeuge sind die Zukunft unserer Mobilität. Wir gehen davon aus, dass in drei Jahren rund 13.000 davon auf Sachsen-Anhalts Straßen unterwegs sind“, erklärte Webel. Voraussetzung dafür seien genügend Ladepunkte.

 

Die Planung der erforderlichen Infrastruktur orientiert sich nach den Worten des Verkehrsministers am System der zentralen Orte. Ziel ist es, dass von überall innerhalb einer Viertelstunde Fahrzeit ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt erreicht werden kann. Mindestens alle 30 Kilometer soll ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt vorhanden sein.

 

„Das heißt konkret, wir brauchen rund 1.100 zusätzliche E-Tankstellen im Land“, erklärte Webel. Das Ladeinfrastrukturkonzept gebe eine zukunftsweisende Orientierung für den Aufbau der öffentlich zugänglichen Säulen, solle jedoch keinesfalls als Reglementierung verstanden werden.

 

 

Aufbau der Ladeinfrastruktur soll künftig als eigenständiges Vorhaben gefördert werden

 

„Ich begrüße ausdrücklich alles, was uns in Sachen E-Mobilität weiter voranbringt“, unterstrich der Minister. Die Landesregierung könne zwar beim Ausbau von Ladesäulen als auch bei der Anschaffung von Elektromobilen flankierend eingreifen, fügte er hinzu. Entscheidend für den Erfolg seien aber vor allem auch die Anstrengungen von Kommunen und Unternehmen sowie der Bürgerinnen und Bürger.

Nach Auskunft des Ministers will die Landesregierung den Aufbau von Ladeinfrastruktur künftig auch als eigenständiges Vorhaben fördern. Bisher wird sie im Zuge der Förderung der Forschung, Einführung und Nutzung intelligenter Verkehrssysteme unterstützt.

 

Mit einer neuen Richtlinie, die im Sommer in Kraft tritt, sollen gezielt Regionen unterstützt werden, in denen sonst nicht genug Ladeinfrastruktur entstehen würde. Auf diese Weise werde die Grundversorgung in der Fläche gewährleistet, erklärte der Minister. Denn Elektromobilität müsse nicht nur in Städten, sondern überall im Land vorankommen.

 

Im Dezember 2017 gab es in Sachsen-Anhalt exakt 211 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl weiterer Ladepunkte, die in der Statistik nicht auftauchen, weil sie nicht gemeldet sind. Zudem sind im Zuge der Förderung des Aufbaus der Ladeinfrastruktur durch den Bund nach dem ersten Förderaufruf bisher 7 Normal- und 27 Schnellladepunkte bewilligt und zum zweiten Förderaufruf 191 Normal- und 98 Schnellladepunkte beantragt worden. Es könnten also in den kommenden Monaten bis zu 323 weitere Ladepunkte hinzukommen.

 

 

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

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