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Aktuelle Studie: Kombination von Elektromobilität und Photovoltaik im Endkundenfokus

91 Prozent der befragten Hausbesitzer mit Kaufabsicht für ein Elektrofahrzeug im Jahr 2018 planen parallel die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage. Bild: EnergieAgentur.NRW
91 Prozent der befragten Hausbesitzer mit Kaufabsicht für ein Elektrofahrzeug im Jahr 2018 planen parallel die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage. Bild: EnergieAgentur.NRW

Deutsche Hausbesitzer interessieren sich laut einer aktuellen Untersuchung von EuPD Research (Bonn) für die Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom für das eigene Elektrofahrzeug.

Hausbesitzer mit Kaufabsicht für ein Elektro-Auto streben zum Großteil auch die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage an. Darüber hinaus wird der Energieversorger in der Verantwortung gesehen, spezifische Autostrom-Tarife anzubieten.

 

Solarstrom für zehn bis elf Cent je Kilowattstunde auch als Fahrstrom interessant

Besondere Attraktivität besitzt die Elektromobilität für Nutzer, die ihr Elektromobil mit Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage laden können, erklärt EuPD Research. Mit einer neu installierten Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach lasse sich Solarstrom mittlerweile je nach Standort zu Kosten von etwa zehn bis elf Cent je Kilowattstunde günstig erzeugen und mache die Elektromobilität kostenseitig erst richtig interessant.

Das Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen EuPD Research untersucht seit Langem in vielfältigen Analysen private Endkunden und deren Kaufprozesse im Rahmen der Energiewende. Die Ergebnisse einer aktuellen Befragung unter Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland beleuchten den Zusammenhang zwischen Photovoltaik und Elektromobilität.

 

Kaufabsicht für ein Elektrofahrzeug meist gekoppelt mit Überlegungen zur Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage

Neun Prozent der gut 500 befragten deutschen Hausbesitzer geben an, sich kurzfristig, d.h. noch im Jahr 2018, mit der Kaufabsicht für ein Elektromobil zu befassen. Insgesamt 91 Prozent dieser Hausbesitzer mit Kaufabsicht für ein Elektromobil im Jahr 2018 planen parallel die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage.

Der Großteil der Hausbesitzer (54 Prozent) beabsichtigt hierbei, direkt im aktuellen Jahr sich eine Photovoltaik-Anlage anzuschaffen. Für 2019 und darüber hinaus planen weitere 37 Prozent der aktuellen Interessenten für ein Elektromobil, auch in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren.

Kunden sehen auch Stromversorger in der Pflicht

Wenn Endkunden keine Möglichkeit haben, sich und ihr Elektromobil mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen, sieht die deutliche Mehrheit der befragten Haushalte den Stromversorger in der Pflicht, entsprechende spezifische Tarifangebote zu schaffen.

70 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, zukünftig spezifische Autostromtarife angeboten zu bekommen, um dem wachsenden Markt der Elektromobilität gerecht zu werden.

Diese Befragung privater Haushalte ist Teil der jährlichen Untersuchung des „Energiewende Awards“ für Energieversorger. 2018 werden durch EuPD Research hierbei nach Deutschland erstmals die Energiewendeportfolios der Energieversorger auch in Österreich und der Schweiz analysiert.

Die Vorstellung der Untersuchungsergebnisse aller 1.700 Energieversorger der DACH-Region und die Auszeichnung der besten Energieversorger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden am 21. Juni 2018 im Rahmen der neuen Innovationsplattform The smarter E Europe in München statt, die  neben den bekannten Messen Intersolar Europe und ees Europe auch die neuen Messen Power2Drive Europe und EM-Power an einem Standort vereint. Initiatoren dieses Projektes sind das DCTI Deutsches CleanTech Institut, The smarter E und EuPD Research.

 

EuPD Research.  Bild: EnergieAgentur.NRW 

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Kommentare: 1
  • #1

    Michael Konstanzer (Montag, 12 März 2018 12:06)

    Genau das mache ich. Allerdings steht die Garage 100 m entfernt vom Haus, das schon PV auf dem Dach hat, aber vom Auto nicht angefahren werden kann. Also baue ich auf die Garage eine 2,4 kW peak PV Anlage und lade damit vorrangig das neue E-Auto. Den Überschuss speise ich ein. Ein halbes Jahr habe ich für den Garagen Stromanschluss gekämpft, den der Stromversorger verweigerte. Mit dem Argument: Nur Bauten mit Hausnummern bekommen Stromanschlüsse. Inzwischen habe ich eine Sondergenehmigung. Die TAB in Deutschland müssen angepasst werden. Dort steht das mit den Hausnummern.