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ADAC Studie: Elektro-Autos mit Top-CO2-Bilanz in der Kompaktklasse

Mit erneuerbarem Strom rechnet sich ein E-Auto der Komapaktklasse beim Vergleich der CO2-Bilanz schon nach 14.000 Kilometern gegenüber dem Hybrid und nach 25.000 Kilometern im Vergleich zum Diesel. Foto: Nissan
Mit erneuerbarem Strom rechnet sich ein E-Auto der Komapaktklasse beim Vergleich der CO2-Bilanz schon nach 14.000 Kilometern gegenüber dem Hybrid und nach 25.000 Kilometern im Vergleich zum Diesel. Foto: Nissan

Eine aktuelle Studie des ADAC zur CO2-Bilanz zeigt, dass Elektro-Fahrzeuge bereits heute in vielen Fällen eine gute, weil umweltfreundliche Wahl für Verbraucher sind.

 

Allerdings könnten sie eine noch deutlich bessere CO2-Bilanz aufweisen, würden sie ausschließlich mit regenerativem Strom fahren. Laut Studie hat das E-Auto in der Kompaktklasse auch bei Nutzung des deutschen Strommixes mit 22,5 Tonnen CO2 die beste Ökobilanz.

 

Ob Elektro-Autos klimafreundlich unterwegs sind, hängt in hohem Maße vom genutzten Strom ab. Die Berechnungen der aktuellen Studie basieren auf dem deutschen Strommix von 2013 mit einem Anteil von 23 Prozent erneuerbaren Energien, im Jahr 2017 waren es bereits 38,5%. (Siehe Grafiken unten).Nach den aktuellen Zielvorgaben soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2025 aber auf bis zu 45 Prozent steigen.

 

In der Studie hat der ADAC verschiedene Diesel-, Benziner, Erdgas- und Autogas-Pkw sowie Hybrid, Plug-in-Hybride in Kleinwagen, Kompakt- und obere Mittelklasse eingeteilt und bei einer Gesamtlaufleistung von 150.000 Kilometern miteinander verglichen.

 

 

In der Kompaktklasse haben Elektro-Autos die beste Ökobilanz

 

Dabei hat das E-Auto in der Kompaktklasse auch bei Nutzung des deutschen Strommixes mit 22,5 Tonnen CO2 die beste Ökobilanz, knapp vor dem Plug-in-Hybrid und dem Hybrid-Modell. Käme der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Quellen, wären es nur 10 Tonnen CO2.

 

 

Kompakte Elektro-Autos bereits nach 45.000 Kilometern umweltfreundlicher als Benziner

 

Am meisten Kohlendioxid kommt vom Benziner mit 30 Tonnen. Damit amortisiert sich das mit dem Strommix geladene E-Auto schon nach etwa 45.000 Kilometern gegenüber dem Benziner und fährt ab dieser Laufleistung bis zur Marke von 150.000 Kilometern umweltfreundlicher.

Auch als Kleinwagen ist das Elektro-Auto im Vorteil, er fällt jedoch geringer aus. Bei einer Laufleistung von 150.000 Kilometern und Nutzung des Strommixes amortisiert sich der Stromer gegenüber dem Hybrid nach 58.000 Kilometern, gegenüber dem Diesel nach 111.000.

Bei regenerativem Strom rechnet sich das E-Auto schon nach 14.000 Kilometern im Vergleich zum Hybrid und nach 25.000 Kilometern im Vergleich zum Diesel.

 

 

Elektrische Kleinwagen sind als Zweit- oder Stadtauto bei geringer Laufleistung konventionellen Antrieben beim CO2-Ausstoß unterlegen

 

Häufig werden elektrische Kleinwagen-Modelle als Zweit- oder Stadtauto genutzt und schaffen keine 150.000 Kilometer Lebenslaufleistung, sondern nur 50.000 Kilometer. In diesem Fall sind sie konventionellen Antrieben beim CO2-Ausstoß unterlegen. Ursache dafür ist, dass die hohen CO2-Emissionen aus Pkw-Herstellung, Recycling und Strombereitstellung über die geringe Laufleistung eines Zweitwagens hinweg nicht ausgeglichen werden können und sparsame Autos mit Verbrennungsmotor besser abschneiden.

 

 

Diesel punktet in der oberen Mittelklasse

 

In der oberen Mittelklasse zeigt hingegen der Diesel mit 33 Tonnen CO2 auf 150.000 Kilometer das beste Ergebnis vor dem E-Auto (Strommix) mit 41 Tonnen CO2, dem Plug-in-Hybrid mit 43 und dem Benziner mit 45 Tonnen.

Das E-Auto, das bei der Batterie-Herstellung und beim Recycling sehr hohe CO2-Emissionen verursacht, würde sich gegenüber dem Benziner nach 116.000 Kilometern rechnen, im Vergleich zum Diesel erst nach 580.000, also weit über der angesetzten Gesamtlaufleistung von 150.000 Kilometern.

 

 

CO2-Bilanz von E-Fahrzeugen verbessert sich mit Strom aus erneuerbaren Quellen

 

Die Studie zeigt, dass sich die CO2-Bilanz von E-Fahrzeugen verbessert, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Mit wachsendem Anteil von regenerativem Strom nimmt die Klimafreundlichkeit zu.

 

Auch bei Pkw mit Verbrennungsmotoren besteht großes Potenzial zur Verbesserung der Ökobilanz. So kann der Spritverbrauch durch Leichtbau oder Hybridisierung gesenkt werden. Der Einsatz synthetischer Kraftstoffe trägt ebenfalls zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei. Nach Meinung des ADAC sollten entsprechende Förderinstrumente zur Verbesserung des Klimaschutzes daher technologieneutral und nicht nur auf eine Antriebsart ausgerichtet sein.

Die ausführlichen Ergebnisse der aktuellen ADAC Studie sind zugänglich unter unter www.adac.de/oekobilanz.

 

 

 

ADAC. Bild: Nissan

 

Der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Strommix wuchs von 23 Prozent im Jahr 2017 auf 38,5% im Jahr 2017. Quellen ADAC; Fraunhofer ISE

Strommix 2017
Strommix 2017 (Fraunhofer ISE)

 

 

Strommix 2013 (ADAC)
Strommix 2013 (ADAC)

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Kommentare: 1
  • #1

    Dirk Schweizer (Montag, 02 April 2018 08:07)

    Wieso wird in 2018 eine Grafik des Strommixes aus 2013 gezeigt. Will hier in die irre geführt werden???????