· 

Neues Beratungstool für Batteriespeicher jetzt online; Investition in „Solar plus Speicher“ lohnt sich

Der Speicherrechner ermöglicht die auch die Dimensionierung und Bestimmung des Solarstrom-Ertrages einer Photovoltaik-Anlage
Der Speicherrechner ermöglicht die auch die Dimensionierung und Bestimmung des Solarstrom-Ertrages einer Photovoltaik-Anlage

Der Stromspar-Speicherrechner des Öko-Institut, ein neues digitales Beratungstool für Batteriespeicher, kombiniert erstmals die Investitionen für den Kauf eines Stromspeichers mit notwendigen Investitionen für Stromsparmaßnahmen im Haushalt.

„Unterm Strich macht der Rechner die hohen ökonomischen Vorteile des Stromsparens deutlich – unabhängig davon, ob eine Photovoltaik-Anlage bereits existiert, neu installiert oder durch einen Batteriespeicher ergänzt wird“, erläutert Projektleiterin Kathrin Graulich.

„Die Verringerung des Stromverbrauchs ist für Haushalte finanziell immer von Vorteil. Gleichzeitig ist es ein wertvoller Beitrag zur Energiewende.“

 

Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher ermöglichen ein wirtschaftliches Plus


Berechnungen des Beratungstools zeigen am Beispiel eines Zwei-Personen-Haushalts mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden: Wird hier eine neue Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von sechs Kilowatt Peak in Kombination mit einem Batteriespeicher mit einer Kapazität von vier Kilowattstunden installiert, so ergibt sich über einen Zeitraum von 20 Jahren ein wirtschaftliches Plus von rund 4.000 Euro.

Investiert der Haushalt parallel in effizientere Geräte und reduziert seinen Stromverbrauch um 1.000 Kilowattstunden, so verdoppelt sich der wirtschaftliche Vorteil. Wird der Stromverbrauch sogar um die Hälfte reduziert, erhöht sich der Vorteil auf über 10.000 Euro.

 

Privathaushalte als Akteure der Energiewende

Nach den Zielen der Bundesregierung soll der Stromverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2050 um 25 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 gesenkt werden. Private Haushalte spielen dabei eine wichtige Rolle. Darunter besonders diejenigen mit mittlerem bis höherem Einkommen – und bislang hohem Stromverbrauch.

„In diesen Haushalten fühlen die Verbraucher keinen finanziellen Druck zum Stromsparen, sie würden von sich aus keine Beratung in Anspruch nehmen“, erklärt Graulich. „Andererseits sind hier aber auch diejenigen zu finden, die zur Energiewende beitragen wollen und in erneuerbare Energien investieren. Ein optimaler Ansatz für das Beratungstool.“

 

Stromspar-Speicherrechner kann mit konkreten Daten genutzt werden

Auch Verbraucherberatungen, Energieagenturen und Energieversorger sowie Anbieter von Photovoltaik-Anlagen und Solar-Batteriespeichern können den Stromspar-Speicherrechner des Öko-Instituts nutzen und mit konkreten Daten arbeiten.

Das Excel-basierte Tool wurde vom Öko-Institut gemeinsam mit dem Büro Ö-Quadrat im Rahmen einer Studie zur Bürgerbeteiligung an der Energiewende entwickelt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Weitere Informationen:

Beratungstool „Stromspar-Speicherrechner“ und Informationsbroschüre „Einsatz und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Batteriespeichern in Kombination mit Stromsparen“ sind zugänglich auf EcoTopTen, der unabhängigen Verbraucherplattform des Öko-Instituts (https://www.ecotopten.de/strom/tipps-fuer-solar-batteriespeicher)

 

Studie „Einsatz und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Batteriespeichern in Kombination mit Stromsparen“ des Öko-Instituts (https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/PV-Batteriespeicher-Endbericht.pdf)

Öko-Institut

Neuinstallation PV-Anlage mit Speicher: Auswirkungen von Speichergröße und Stromeinsparungen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0