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CityQ: Das nächste „Stadtauto“ könnte ein E-Bike sein

CityQ ist als E-Bike klassifiziert, aber mit vier Rädern ausgestattet und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.
CityQ ist als E-Bike klassifiziert, aber mit vier Rädern ausgestattet und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.

Die Lösung für verstopfte Innenstädte, überhöhte Abgaswerte und Parkplatzmangel in deutschen Großstädten könnte aus Norwegen kommen, dem Vorreiter-Land in Sachen Elektromobilität.

 

CityQ vereine die Vorteile von Pkw und Fahrrad in einem Fahrzeug und soll als Ersatz für das Stadtauto oder auch als umweltfreundliche Car-Sharing-Alternative neue Perspektiven für eine autofreie Zukunft in der Stadt eröffnen, so der Hersteller.

 

Erste Modelle für Test- und Demonstrationszwecke sind bereits gebaut und können erstmals auf der Electric Vehicles, der Messe für Elektromobilität in Berlin, begutachtet werden, so der Hersteller.

 

 

 

Kompromiss zwischen Fahrrad und Pkw

 

„Die Städte in Nordeuropa können nicht einfach erwarten, dass die Menschen ihr Auto gegen das Rad eintauschen, wenn es an so vielen Tagen im Jahr Regen und Frost gibt. Damit ein dauerhaftes Umsteigen attraktiv wird, muss Radfahren das ganze Jahr über trocken und bequem sein“, erklärt Morten Rynning, CEO von CityQ.

 

Mit dem Ziel, genau diese Lücke zwischen Auto und mechanischem Zweirad zu schließen, hat das norwegische Start-up deshalb jetzt ein Fahrzeug entwickelt, das die urbane Mobilitätslösung für die Zukunft sein könnte.

 

CityQ, das LEV (light electric vehicle) des Osloer Unternehmens hat vier Räder, bietet Platz für bis zu 3 Personen plus Gepäck und wird angetrieben von einem Elektromotor mit 250 – 500 Watt Leistung, der eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h ermöglicht.

 

Mit seiner schützenden Karosserie sei das E-Bike als Ganzjahresfahrzeug für das nordeuropäische Klima ausgelegt, bei Bedarf könnten zusätzlich Seitentüren nachgerüstet werden.

 

70 bis 100 Kilometer lege das CityQ mit einer vollen Ladung zurück, das entspreche der Reichweite eines durchschnittlichen Elektroautos. Dank des Solarmoduls auf dem Dach könne die Kapazität sogar noch erweitert werden. Dabei nehme das Elektro-Mobil nicht mehr Platz als ein Motorrolle ein, denn das CityQ sei gerade einmalmal 87 Zentimeter breit.

 

 

 

Weniger Autos, weniger CO2, mehr Mobilität


Das E-Mobil sei ideal, um all die kurzen Fahrten in der Stadt zu erledigen, für die sonst so gern der Pkw genutzt wird. Dadurch könnte die Anzahl der Autos in den Innenstädten, und damit auch der CO2-Ausstoß, um bis zu 25 % reduziert werden.

 

Und da CityQ als E-Bike klassifiziert ist, dürfe es auch in autofreien Bereichen genutzt werden, wie z. B. auf reinen Radwegen, oder auch durch Parks fahren.

 

Die Norweger sehen für ihr Fahrzeug noch weitere Verwendungspotenziale: Unternehmen in Stadtzentren, die oft nur begrenzte Parkplatzangebote zur Verfügung haben, könnten ihren Mitarbeitern mit dem CityQ eine komfortable und kostengünstige Alternative zu ÖPNV und Taxi bieten.

 

Auch Miet- und Leasing-Services sowie spontane und stationäre Sharing-Angebote seien realisierbar – eine entsprechende App für Buchung, Tracking und Abrechnung gebe es schon. Junge Großstädter, die bewusst auf den Führerschein verzichten, kämen ebenfalls als potentielle Zielgruppe infrage.

 

 

Vorstellung auf der Electric Vehicles in Berlin

 

In diesem Jahr wird das High-End-E-Bike erstmals in Deutschland zu sehen sein. Am 11. Und 12. April stellt CityQ sein Fahrzeug auf der Electric Mobiles, der Messe für E-Mobilität in Berlin, einer breiten Öffentlichkeit vor.

 

Unter dem Motto „Everything is Changing“ werden auf der Veranstaltung über 200 Aussteller unterschiedlichste Neuerungen in der Elektrifizierung von Land-, Luft- und Seefahrzeugen präsentieren.

 

„Wir hoffen, auf diesem Weg auch deutsche Unternehmen von unserem CityQ begeistern und als Kooperationspartner gewinnen zu können“, so Rynning.

 

Dafür habe das Start-up jetzt ein neues Innovationspartnerprogramm ins Leben gerufen. Schließlich soll die Markteinführung schon 2018 stattfinden. Das CityQ soll dann ab rund 6.000 Euro erhältlich sein.

 

 

 

 

CityQ

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