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Markteintritt in Europa: ViaVan bietet App-basierten On-Demand Ridesharing-Dienst in Amsterdam

Eine App berechnet in Echtzeit, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege „poolen“ lassen
Eine App berechnet in Echtzeit, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege „poolen“ lassen

ViaVan, das Joint-Venture von Mercedes-Benz Vans und Via, startete Anfang März 2018 seinen Service in Amsterdam. Die niederländische Hauptstadt ist damit die erste Stadt in Europa, in der diese ökologisch und ökonomisch nachhaltige, alternative Mobilitätsform angeboten wird.

 

Amsterdam und das Geschäftsmodell von ViaVan passen ideal zusammen, betont das Unternehmen. So dürfe sich die bevölkerungsreichste Stadt der Niederlande neben Kopenhagen, Wien und Barcelona, als Smart City bezeichnen und nehme bei nachhaltiger Mobilität und Innovationen in Europa eine führende Position ein.

 

 

Ridesharing für effizienteren Verkehr

 

Mit einer innovativen Technologie, die es ermöglicht, Fahrten zu bündeln, werden ohne langwierige Umwege und Verzögerungen mehrere Passagiere gemeinsam befördert, erklärt ViaVan.

Mit Hilfe einer App könnten Mitfahrer sowohl ihren gewünschten Startpunkt, als auch ihr Reiseziel wählen. Dank ausgeklügelter Algorithmen der Softwareexperten von Via berechne das System hocheffizient in Echtzeit, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege „poolen“ lassen. Passagiere mit ähnlichem oder gleichem Fahrtziel werden auf diese Weise zusammengebracht und gemeinsam in einem ViaVan transportiert.

 

 

Virtuelle Haltestellen

 

Um möglichst effizient zu sein und ohne größere Umwege bzw. Verzögerungen am geplanten Zielort anzukommen, arbeitet die App mit so genannten virtuellen Haltestellen, z.B. Kreuzungen, an denen die Fahrgäste zu- und aussteigen können. Das Ziel ist es, Fahrten zusammenzufassen und so die Anzahl der Fahrzeuge in der Stadt zu reduzieren.

Im Gegensatz zum Individualverkehr werden weniger Fahrzeuge benötigt und die verfügbare Mobilitätsleistung gleichzeitig erhöht. Der Ridesharing-Dienst ergänze auf diese Weise sowohl das öffentliche Verkehrsnetz als auch bereits vorhandene Mobilitätsangebote – und das zu einem günstigen Preis.

 

Der digitale Tarif besteht aus einem Grundpreis – im Zentrum von Amsterdam gilt ein Einheitspreis – sowie einem zeit- bzw. entfernungsbasierten Zuschlag für Randgebiete.

 

Das Angebot von ViaVan liegt zwischen dem klassischen ÖPNV- und dem Taxitarif. Die Buchung der Fahrt per App stelle dabei sicher, dass der endgültige Preis bereits bei Bestellung bekannt ist und sich nicht mehr verändert. Bezahlt wird bargeldlos über die App. Das gehe schnell, sei unkompliziert, bequem und sicher.

 

In New York, Chicago und Washington DC. konnte sich die Idee des US-amerikanischen Start-ups Via bereits etablieren. Jährlich werden dort laut ViaVan etwa 1,5 Millionen Fahrten abgewickelt, weltweit seien es seit Markteintritt bereits mehr als 30 Millionen erfolgreich durchgeführte Fahrten.

 

Das Unternehmen Via, mit Sitz in New York existiert seit 2013 und gründete im September vergangenen Jahres gemeinsam mit Mercedes-Benz Vans das Joint-Venture ViaVan. Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Amsterdam sollen bald weitere Städte folgen. Darunter Berlin und London, die abhängig von finalen Genehmigungen, ebenfalls bald an den Start gehen sollen.

 

 

Langfristige strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung des Mobilitätskonzepts auch mit batterie-elektrischen Vans

 

Mercedes-Benz Vans und Via arbeiten an der Weiterentwicklung intelligenter Mobilität, die auch die Optimierung von Mercedes Transportern im Ridesharing umfasst. Zum Einsatz kommen aktuell vor allem der Vito Tourer (bis zu neun Sitzplätze) und die V-Klasse (bis zu acht Sitzplätze), die für diesen Einsatzzweck kontinuierlich adaptiert werden. Auch der neue Sprinter werde in Zukunft für bestimmte Einsatzzwecke, in denen zusätzliche Sitzplätze erforderlich sind, dank seiner hohen Gestaltungsflexibilität und Konnektivität verstärkt zum Einsatz kommen.

 

 

Im Fokus der langfristigen strategischen Partnerschaft stehen dabei neben der Weiterentwicklung fortschrittlicher Software und Sensorik auch der Einsatz batterie-elektrischer und damit lokal emissionsfreier Vans sowie das autonome Fahren.

 

ViaVan 

 

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