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Umfrage: Acht Prozent der der Bundesbürger würden sich beim nächsten Kauf für ein reines Elektro-Auto entscheiden, 15 % für ein Hybrid-Fahrzeug

Repräsentative Verbraucherstudie von Nordlight Research, April 2018. Aktuelles Schwerpunkthema: E-Mobility.
Repräsentative Verbraucherstudie von Nordlight Research, April 2018. Aktuelles Schwerpunkthema: E-Mobility.

Aktuell würden sich 38 Prozent der Bundesbürger bei ihrem nächsten Autokauf voraussichtlich für einen Benziner entscheiden, 15 Prozent für einen Hybriden, acht Prozent für ein reines Elektro-Auto, fünf Prozent für einen reinen Diesel und ein Prozent für ein Wasserstoffauto.

Das zeigt die aktuelle Ausgabe des «Trendmonitor Deutschland» des Marktforschungsinstituts Nordlight Research zum Schwerpunktthema "E-Mobility".

 

 

Nur noch elf Prozent der Deutschen glauben an eine längerfristige Zukunft von Benzinern und Diesel

 

Unabhängig von ihren eigenen Kaufabsichten räumen zwei Drittel der Befragten Elektro- (25%), Hybrid- (24%) und Wasserstoff-Antrieben (18%) die größten Zukunftschancen ein.

An eine längerfristige Zukunft von Benzin- oder Dieselantrieben - auch unter Verwendung synthetischer Kraftstoffe - glauben derzeit nur noch elf Prozent der Deutschen. 22 Prozent sind in dieser Frage unentschieden.

 

Ein Drittel der Autofahrer (33%) zeige sich noch unentschieden - insbesondere dann, wenn der nächste geplante Autokauf noch mehr als drei Jahre entfernt liegt.

"Der private Automobilmarkt wird sich in den nächsten Jahren auch in Deutschland stark beschleunigen und verändern", sagt Thomas Donath, Geschäftsführer bei Nordlight Research.

"Darauf sollten Hersteller und Händler sehr gut vorbereitet sein. Viele Weichen in den Köpfen und Herzen der Autokäufer werden jetzt gestellt."

 

Diesel ist "out"

 

Einen Rückschlag im Rennen um die Käufergunst muss der Diesel hinnehmen: nur noch jeder fünfte aktuelle Dieselbesitzer (19%) würde sich beim nächsten Autokauf erneut für ein Dieselauto entscheiden. Zu einschneidend sei derzeit offenbar die Verunsicherung und Verärgerung aufgrund von Abgasskandalen und möglichen Fahrverboten.

 

Hohes Käuferinteresse an Hybrid- und Elektro-Autos

 

Am stark wachsenden Angebot an Elektro- und Hybridautos sind derzeit zwei Drittel der Bundesbürger interessiert. Jeder Fünfte will sich aktiv weiter dazu informieren, ebenso viele können sich einen Kauf bereits innerhalb der nächsten drei Jahre vorstellen.

Hybridautos (17%) liegen in der aktuellen Käuferpräferenz dabei deutlich vor reinen E-Autos (6%). Bereits in näherer Zukunft kaufen wollen Hybrid- oder Elektroautos jeweils zwei Prozent der Bundesbürger.

 

Ein wichtiges Nadelöhr speziell bei den batterieelektrischen Antrieben sei - neben der Ladeinfrastruktur - insbesondere deren Reichweite. Damit der Kauf eines reinen E-Autos für sie persönlich in Frage kommt, erwarten viele potenzielle Kunden, dass dieses mit voller elektrischer Ladung mindestens 500 Kilometer schafft. Ein bei den meisten Modellen bisher noch unrealistischer Wert. Viele halten E-Autos daher vor allem als Stadtauto (80%) bzw. als Zweitauto (54%) für gut geeignet.

 

Preisbereitschaft und Kaufprämie

 

Rund 40 Prozent der potentiellen Käufer von Elektro- und Hybrid-Autos sind - sofern erforderlich - bereit, einen etwas höheren Preis als für ein vergleichbares Benzin- oder Dieselmodell zu zahlen; 60 Prozent hingegen nicht. In einigen Zielgruppen liegt die Aufpreis-Bereitschaft für Modelle mit Elektro- oder Hybridantrieb auch über 50 Prozent.

 

Speziell bei Elektro-Autos stellt die staatlich ausgelobte Kaufprämie für knapp jeden vierten potenziellen Käufer (23%) einen zusätzlichen Kaufanreiz dar; für drei Viertel (77%) spielt diese aber keine kaufentscheidende Rolle. Generell halten viele Kunden insbesondere E-Autos derzeit noch für zu teuer (82%); 45 Prozent der privaten Autokäufer würden ein E-Auto ohnehin nur als Gebrauchtwagen kaufen.

 

Markenpräferenzen beim Kauf von Elektro- und Hybrid-Autos

 

Im Hinblick auf die Markenpräferenz der Bundesbürger beim möglichen Kauf eines Elektro- oder Hybrid-Autos zeige sich, dass die deutschen Autobauer die internationale Konkurrenz nicht zu fürchten brauchen. Insbesondere Volkswagen, aber auch die anderen großen deutschen Automarken, seien im "Relevant Set" der potentiellen Kunden auch in diesem Segment hoch angesiedelt.

Spezialanbieter wie Tesla oder erfahrene japanische Hybridautobauer seien zwar ebenfalls gut präsentiert - sie hätten sich in der segmentspezifischen Markenpräferenz, trotz des "Nachholbedarfs" der deutschen Automobilwirtschaft in puncto E-Mobility und Hybridtechnologien, bislang aber keine Vorsprünge erarbeiten können.

 

Weitere Studieninformationen

 

Über 1.000 Verbraucher mit Zugang zum Internet wurden im März 2018 repräsentativ zu aktuellen Trendprodukten und Trendtechnologien befragt.

Der komplette «Trendmonitor Deutschland» (Ausgabe: Q1/2018) mit vielen weiteren Ergebnissen und umfangreichen Zielgruppendifferenzierungen zum Schwerpunktthema "E-Mobility" kann direkt über Nordlight Research bezogen werden.

 

 

Nordlight Research

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