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Frost & Sullivan: Durchschnittliche Stückzahl bei der Elektroauto-Produktion steigt je nach Plattform bis 2025 um das Zehnfache

Die Frost & Sullivan-Studie untersucht die Plattformstrategien der wichtigsten Erstausrüster
Die Frost & Sullivan-Studie untersucht die Plattformstrategien der wichtigsten Erstausrüster

Elektro-Fahrzeuge mit großer Reichweite werden wegen der strengen Emissionsrichtlinien erwartungsgemäß mehr und mehr gefragt sein. Eine Möglichkeit, die Reichweite zu vergrößern, besteht darin, die Entwicklung von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (engl. battery electric vehicles, BEVs) auf extra dafür vorgesehenen EV-Plattformen zu unterstützen.

 

Eine Studie des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan (New York) hat ergeben, dass die dedizierten Plattformen die Bedenken der Kunden wegen der geringen Reichweite der EV deutlich reduzieren, da diese es den OEMs ermöglichen, Elektroautos mit großer Reichweite auf den Markt zu bringen. Zudem werden die OEMs höhere Verkaufszahlen erzielen, da sie auf diese Weise zukünftige Emissionsregelungen leichter einhalten.

 

 

Investitionen in Batterietechnologie und Ladeinfrastruktur

 

„Über die Investitionen in die Entwicklung spezifischer Plattformen hinaus müssen OEMs in Batterietechnologie und Ladeinfrastruktur investieren, um Elektrofahrzeuge für Kunden attraktiv zu machen. Wir sehen bereits eine Dringlichkeit für OEMs, eine rückwärtsgerichtete vertikale Integration einzugehen, um bei der Herstellung Kapazitäten zum Bau von Elektroautos zu schaffen“, sagt Vishwas Shankar, Mobility Research Manager bei Frost & Sullivan.

 

 

Ausbalancieren des Fahrzeugportfolios erforderlich

 

Einige der Herausforderungen konzentrieren sich auf die hohen Kosten für die Entwicklung von EV-Plattformen, wie auch das Ausbalancieren des Fahrzeugportfolios zwischen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und solchen, die spezifisch auf Elektroautos ausgerichtet sind.

In die Entwicklung von Verbrennungsmotoren und dedizierten Plattformen seien große Investitionen geflossen. OEMs müssten den optimalen Produktmix finden, um die Kapitalrendite von sämtlichen Plattformen zu erhöhen und gleichzeitig die Emissionsregelungen einzuhalten.

 

 

Mobility Research Manager Vishwas Shankar: „Volkswagen, Renault-Nissan-Mitsubishi und Daimler werden zu den führenden Herstellern von Elektroautos“

 

Anzeichen sprechen laut Frost & Sullivan dafür, dass China im Jahr 2025 zum größten Markt für Elektrofahrzeuge wird, gefolgt von Europa und Nordamerika. Das schaffe Möglichkeiten für die wichtigsten OEMs der Welt, ihren Marktanteil zu erhöhen, indem sie Kooperationen mit chinesischen OEMs eingehen, um spezifische, auf den chinesischen Markt zugeschnittene Modelle auf dedizierten Plattformen zu entwickeln.

 

„Bis 2025 wird die durchschnittliche Zahl der Elektroautoproduktion pro Plattform um rund das Zehnfache im Vergleich zu den heutigen Produktionszahlen ansteigen. Volkswagen, Renault-Nissan-Mitsubishi und Daimler werden zu den führenden Herstellern von Elektroautos,” fügt Shankar hinzu.

 

 

Die Frost & Sullivan-Studie „Electric Vehicle Platform Strategy of Global Passenger Vehicle OEMs, Forecast to 2025 untersucht die entscheidenden möglichen Plattformstrategien der wichtigsten Erstausrüster (engl. original equipment manufacturers, OEMs) sowie deren Ansatz bei der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge (engl. electric vehicle, EV). Sie liefert zudem eine Vergleichsanalyse der zukünftigen EV-Plattformstrategien der OEMs sowie Trends, die sich aus der Einführung dedizierter EV-Plattformen ergeben.

 

Weitere kostenfreie, englischsprachige Informationen zu dieser Studie unter https://goo.gl/QPcjxH.

 

 

Frost & Sullivan

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