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Neue Studie: Weltweite Nachfrage nach Spezialfahrzeugen für Mitfahrdienste soll bis 2025 auf rund 2,5 Millionen Stück wachsen

Spezialfahrzeuge für Mitfahrdienste: Die Weltweite Nachfrage wächst laut Roland Berger bis 2025 auf rund 2,5 Millionen Stück.
Spezialfahrzeuge für Mitfahrdienste: Die Weltweite Nachfrage wächst laut Roland Berger bis 2025 auf rund 2,5 Millionen Stück.

Die steigende Nachfrage nach Mitfahrdiensten lässt eine neue Fahrzeugklasse entstehen: Autos, die mit einer flexiblen Innenausstattung ganz auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind.

Allein in Europa, den USA und China werden schon 2020 rund eine Million dieser speziell konzipierten Fahrzeuge verkauft werden - vielfach mit Elektroantrieb, so die neue Roland Berger-Studie "A new breed of cars. Purpose-built electric vehicles for mobility on demand."

 

Im Jahr 2025 soll die Nachfrage bereits bei 2,5 Millionen liegen. Dahinter schlummere ein erhebliches Potenzial für die Automobilhersteller.

 

 

Verstärkte Nutzung von Mitfahrdiensten und Elektromobilität

 

"Dieser neue Fahrzeugtyp vereint zwei der wichtigsten Megatrends im Bereich Mobilität: die verstärkte Nutzung von Mitfahrdiensten und die Elektromobilität", erklärt Jan-Philipp Hasenberg, Partner von Roland Berger.

 

„Außerdem stellt diese neue Fahrzeugklasse den Fahrgast - nicht den Fahrer - in den Mittelpunkt und ist speziell für den Einsatz als Taxi konzipiert."

 

Für Automobilfirmen eröffne sich damit ein attraktives Marktsegment, denn diese Fahrzeuge ließen sich aufgrund ihres niedrigen Komplexitätsgrads für etwa die Hälfte der Kosten herkömmlicher PKW herstellen. Außerdem könnten Automobilhersteller durch die E-Modelle die CO2-Ziele ihrer Flotten besser erreichen.

 

"Automobilkonzerne sollten diesen Nischenmarkt daher aktiv besetzen, um eine starke Wettbewerbsposition aufzubauen und ihre Kunden für die neuen Wagenmodelle zu begeistern", rät Hasenberg.

 

 

Schnell entwickelt, günstig im Unterhalt

 

Von dem neuen Mobilitätskonzept profitieren auch die Fahrgäste; denn die Fahrzeuge bieten mehr Komfort und haben niedrigere Anschaffungs- und Betriebskosten als konventionelle Autos, etwa durch das Wegfallen von Ölwechsel und geringerem Verschleiß der Bremsanlage.

"Wir rechnen mit Kilometer-Kosten zwischen 0,5 und 0,8 Euro", erläutert Wolfgang Bernhart, Partner von Roland Berger.

 

"Damit zählen die Spezialfahrzeuge zu den günstigsten Fortbewegungsoptionen im Auto. Erst echte Robocabs, die ohne Fahrer unterwegs sind, werden mit unter 0,3 Euro pro Kilometer noch günstiger sein."

Potenzial schlummere auch im Markt der Mitfahrdienste, die weltweit stark auf dem Vormarsch sind. Denn die Nachfrage nach Personenbeförderung unabhängig vom eigenen Auto nehme weiter zu. So gehen die Experten von Roland Berger aus, dass die weltweite Nachfrage nach Spezialfahrzeugen für Mobilitätsdienstleister bis 2020 auf rund eine Million Stück steigen wird. Bis 2025 dürfte sie sogar bei 2,5 Millionen Neuwagen liegen.

 

"Treiber ist hier vor allem China mit mindestens 60 Prozent Marktanteil, aber auch in Europa und den USA wird der Markt für solche Fahrmodelle weiter zunehmen", prognostiziert Jan-Philipp Hasenberg. "Das ist ein wichtiger Wachstumsmarkt, den kein Hersteller ignorieren kann."

 

Die Studie (englisch) kann heruntergeladen werden unter: www.roland-berger.de

 

 

Roland Berger

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