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Volkswagen erprobt Quantencomputing in der Batterie-Forschung

Volkswagen-Experten wollen die Chemie von Batterien für Elektro-Fahrzeug auf einem Quantencomputer simulieren.
Volkswagen-Experten wollen die Chemie von Batterien für Elektro-Fahrzeug auf einem Quantencomputer simulieren.

Volkswagen-Experten ist es erstmals gelungen, die chemische Struktur von industrierelevanten Molekülen auf einem Quantencomputer zu simulieren, berichtet die Volkswagen AG. Das sei unter anderem für die Entwicklung leistungsstarker Batterien für Elektro-Fahrzeuge relevant.

 

So hätten die Experten erfolgreich Moleküle wie Lithium-Wasserstoff und Kohlenstoffketten abgebildet und gingen nun komplexere chemische Verbindungen an. Langfristig wollen sie den chemischen Aufbau einer kompletten Elektrofahrzeug-Batterie auf einem Quantencomputer simulieren können.

 

 

Volkswagen stellt Quantencomputing-Forschung auf der CEBIT vor

 

Ihr Ziel ist eine „Batterie nach Maß“: ein konfigurierbarer chemischer Bauplan direkt für die Fertigung. Volkswagen wird seine Forschungsarbeit rund um Quantencomputing auf der Technologiemesse CEBIT (Hannover, 12.-15. Juni) vorstellen.

 

„Wir konzentrieren uns darauf, die Modernisierung der IT-Systeme im gesamten Unternehmen voranzutreiben. Ziel ist es, Arbeitsprozesse noch weiter zu digitalisieren – sie einfacher, sicherer und effizienter zu machen und neue Geschäftsmodelle zu unterstützen. Wir verbinden unsere Kernaufgabe deshalb auch mit der konkreten Einführung wichtiger Schlüsseltechnologien für Volkswagen. Dazu zählen das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz ebenso wie Quantencomputing“, so Martin Hofmann, IT-Chef des Volkswagen Konzerns.

 

„Batterie nach Maß“


Die Volkswagen-Experten haben mit neu entwickelten Algorithmen die Grundlage geschaffen, um die chemische Struktur leistungsstarker E-Fahrzeug-Batterien auf einem Quantencomputer zu simulieren und zu optimieren. Das langfristige Ziel: Ein solcher Quanten-Algorithmus könnte die chemische Zusammensetzung einer Batterie nach völlig unterschiedlichen Konfigurationen simulieren (Gewichtsreduzierung, maximale Leistungsdichte, Elemente-Zusammensetzung, etc.) und daraus direkt den Bauplan für die Fertigung ableiten. Das könnte die bisher zeit- und ressourcenaufwendige Batterieentwicklung deutlich beschleunigen.

 

Florian Neukart, Principal Scientist im CODE Lab von Volkswagen in San Francisco erklärt: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Potenzial von Quantencomputern für Volkswagen zu erschließen. Die Simulation elektrochemischer Materialien ist dabei ein wichtiges Projekt. Hier leisten wir echte Pionierarbeit. Wir sind überzeugt: Kommerziell verfügbare Quantencomputer eröffnen bislang ungeahnte Möglichkeiten. Wir wollen das dafür notwendige Spezialwissen schon heute erwerben.“

An diesem Projekt zur Simulation elektrochemischer Materialien arbeiten IT und Konzernforschung von Volkswagen gemeinsam. Die Volkswagen-Experten haben bereits wichtige Moleküle, darunter Lithium-Wasserstoff und Kohlenstoffketten, auf einem Quantencomputer simuliert. Nun gehen sie komplexere chemische Verbindungen an. Die Experten sehen sich hier aber noch am Anfang ihrer Entwicklungsarbeit.

 

Volkswagen AG

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