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Audi startet Serienproduktion von Elektro-Motoren in Ungarn

Für den Aufbau der Elektro-Motorenfertigung investierte das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag
Für den Aufbau der Elektro-Motorenfertigung investierte das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag

Audi Hungaria hat am 24.07.2018 in Győr die Serienproduktion von Elektro-Antrieben offiziell gestartet. Auf 8.500 Quadratmetern werden die E-Antriebe nach einem neuartigen Produktionskonzept, der modularen Montage, gefertigt.

 

Für den Aufbau der E-Motorenfertigung investierte das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag. Derzeit sind rund 100 Mitarbeiter in dem neuen Fachbereich beschäftigt, berichtet die Audi AG.

Im Rahmen eines symbolischen Akts haben Péter Szijjártó, Minister für Außenwirtschaft und Auswärtiges, Peter Kössler, Vorstand Produktion und Logistik der AUDI AG, und Achim Heinfling, Vorsitzender des Vorstands der AUDI HUNGARIA Zrt., die Fertigungsanlagen in Betrieb genommen.

 

 

Zentrales Werk für Elektro‑Antriebe

 

„Seit 25 Jahren schreibt Audi Hungaria die Wachstumsgeschichte der Vier Ringe mit. Jetzt erschließt unsere ungarische Tochter mit der Elektromotorenfertigung ein völlig neues Kompetenzfeld“, sagte Peter Kössler, Vorstand Produktion und Logistik der AUDIAG, während des symbolischen Akts.

„Dieses exklusive Know‑how macht Győr zu unserem zentralen Werk für E‑Antriebe und verkörpert unsere strategische Transformation hin zu einem nachhaltigen Mobilitätsanbieter.“

 

 

E‑Antriebe von Audi Hungaria kommen im e-tron zum Einsatz

 

„Audi Hungaria übernimmt eine Vorreiterrolle in der E‑Motorenproduktion. Die hohe Kompetenz und Motivation unserer Mitarbeiter macht mich stolz. Mit Engagement haben sie den Anlauf unseres neuen E‑Motors erfolgreich gestartet“, sagte Achim Heinfling, Vorsitzender des Vorstands der AUDI HUNGARIA Zrt.

 

Die ersten E‑Antriebe von Audi Hungaria kommen im Audi e-tron zum Einsatz. Er ist das erste rein elektrische Audi‑Modell und wird künftig im Audi‑Werk in Brüssel gebaut.

 

Für die Produktion der E‑Antriebe installierte Audi Hungaria die innovativen Fertigungsanlagen und -inseln innerhalb nur eines Jahres. E‑Motorenentwicklung, Fertigungsplanung und Motorenanlaufzentrum in Győr haben dabei eng zusammengearbeitet und die notwendigen Kompetenzen entwickelt.

 

 

Rund 400 elektrische Achsantrieben pro Tag

 

Die aktuelle Produktionskapazität liegt bei rund 400 elektrischen Achsantrieben pro Tag und kann nach und nach erhöht werden. Derzeit sind rund 100 Mitarbeiter im neuen Fachbereich beschäftigt, bis Ende des Jahres werden es mehr als 130 sein. Die Produktion läuft in einem Ein‑Schicht‑Betrieb, schon bald werde auf drei Schichten pro Tag umgestellt.

 

Der Elektromotor aus Győr biete zahlreiche Neuheiten. Beim Stator – einer der Kernkomponenten des E‑Motors – sei das Ziel, soviel des dünnen Kupferlackdrahts in das Rohteil einzubringen wie möglich. Je enger die Wicklung, desto effizienter die Leistungsentfaltung.

 

Ein neuartiges Wickel‑ und Einziehzentrum bei Audi Hungaria schaffe es, die optimale Menge an Kupferlackdraht besonders kompakt zu wickeln und anschließend in das Rohteil einzubringen.

 

Die Elektro-Achse besteht aus weiteren großen Komponenten: zum Beispiel aus der Leistungselektronik, die in einem eigenen Gehäuse untergebracht ist, dem Getriebe sowie zwei Flanschwellen, die die Kraft zu den Rädern übertragen. Für den Audi e-tron produzieren die Mitarbeiter je zwei elektrische Achsantriebe, da sowohl Vorder- als auch Hinterachse angetrieben werden.

Modulare Anordnung schafft mehr Spielraum im Produktionsprozess

 

 

Fertigungsanlagen, Roboter sowie Schraub‑ und Messstationen befinden sich auf festen Positionen, sind aber nicht durch ein lineares Band miteinander gekoppelt. Stattdessen produzieren die Mitarbeiter die Antriebe modular in Fertigungsinseln. Trotz einer vordefinierten Montagereihenfolge ermöglicht die modulare Anordnung verzweigte Wege und mehr Spielraum im Produktionsprozess. Den Teiletransport zu den Arbeitsstationen erledigen fahrerlose Transportfahrzeuge, gesteuert von einem intelligenten IT‑System.

 

 

Parallel zu den Fertigungsanlagen hat Audi Hungaria in der Motorenentwicklung drei E‑Motorenprüfstände zur Erprobung und für den Dauerlast‑Betrieb installiert. Die Mitarbeiter haben sich im Fertigungstechnologiezentrum für E‑Motoren zu Elektro‑Experten weitergebildet.

Audi AG


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