· 

Gut gewappnet durch die Fahrrad-Saison: Experten-Tipps zu Versicherungen und Diebstahlschutz

Pro Stunde werden in Deutschland rund 35 Fahrräder gestohlen
Pro Stunde werden in Deutschland rund 35 Fahrräder gestohlen

Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2017) wurden im letzten Jahr deutschlandweit 300.000 Fahrräder gestohlen, das sind 35 Räder pro Stunde. Besonders in Berlin, Bremen und Hamburg ist Vorsicht geboten - die Stadtstaaten sind nach wie vor die Hochburgen des Fahrrad-Diebstahls.

 

Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) erklären, welche Versicherung bei einem Diebstahl greift und geben zusätzlich Sicherheitstipps.

 

 

Wann sind Fahrräder durch die Hausratversicherung abgesichert?

 

Wenn das Fahrrad aus einem abgeschlossenen Bereich gestohlen wird, wie der eigenen Wohnung, dem Keller oder der privaten Garage, greift die klassische Hausratversicherung. Ein Einbruch liegt dann vor, wenn entsprechende Einbruchsspuren nachweisbar sind.

 

Tipp der Versicherungsexperten der DVAG: "Wer sein Fahrrad oft am Bahnhof, auf offener Straße, vor dem Haus oder in Gemeinschaftsräumen abschließt, sollte über eine zusätzliche Fahrradklausel zur Hausrat nachdenken. So ist das Rad auch außerhalb der eigenen vier Wände vor Langfingern geschützt." Wichtige Voraussetzung: Die Fahrräder müssen abgeschlossen sein.

 

Auch Familien, die mehrere Fahrräder besitzen, sollten die Fahrradklausel vereinbaren. Wer besonders teure Räder besitzt, sollte zudem darauf achten, dass die vereinbarte Versicherungssumme ausreicht. Wie hoch die Versicherungssumme im Schadensfall ausfällt, kann der Versicherte selber festlegen. Bei älteren Rädern sollte der Besitzer den Zeitwert schätzen und diesen versichern lassen. Wichtig: Unbedingt darauf achten, nicht unterversichert zu sein.

 

 

Vorsicht bei Ausnahmen und Sonderregeln

 

Diebe lieben Dunkelheit. Deswegen findet sich in einigen Versicherungspolicen die sogenannte Nachtzeitklausel: Zwischen 22 und 6 Uhr gilt der Versicherungsschutz nur, wenn sich das Rad in einem abgeschlossenen Raum oder in Gebrauch befindet. Versicherte sollten daher ihren Versicherungsanbieter mit Bedacht wählen - insbesondere in alten Verträgen ist die Nachtzeitklausel oft noch zu finden.

 

 

Pedelecs sind durch die Hausratversicherung abgedeckt

 

Vorsicht ist auch bei Fahrrädern mit motorisierter Unterstützung geboten: "Für E- Bikes empfehlen wir eine Teilkaskoversicherung. Sie fallen nicht mehr in die Kategorie Fahrrad und sind deshalb nicht durch die Hausratversicherung oder eine Fahrradversicherung abgedeckt", so die Experten der DVAG. "Anders sieht es bei sogenannten 'Pedelecs' aus. Diese sind wiederum in der Hausratversicherung abgedeckt."

 

Tipps, um dem Dieb das Handwerk zu erschweren:

Wer fest entschlossen ist, ein Fahrrad zu stehlen, wird das auch tun. Allerdings gibt es ein paar Grundregeln, die das Risiko deutlich minimieren.

 

- Alle Details des Rades - insbesondere die Rahmennummer -

notieren

- Fahrrad beim Fahrradhändler oder der Polizei codieren lassen -

die eingravierte Kombination aus Buchstaben und Zahlen schreckt Diebe ab

- Diebe meiden meist besonders auffällige Räder – Tuningliebhaber sollten sich also nach Lust und Laune austoben

- Das Rad an einem festen Gegenstand anschließen - kein bloßes

Abschließen

- Regelmäßiger Standortwechsel: Wer kann, sollte sein Fahrrad

nicht wiederholt am exakt gleichen Ort zur gleichen Zeit anschließen

- Transport auf Reisen: Auch während der Autofahrt auf dem Fahrradträger das Rad sicher anschließen und bei Zwischenstopps nicht aus den Augen lassen

 

 

Deutsche Vermögensberatung (DVAG)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0