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„Mobility-as-a-Service“: Daimler-Tochterunternehmen moovel meldet fünf Millionen Nutzer

Die „Mobilitäts-App“ ist die Schnittstelle zwischen Städten, Verkehrsunternehmen und Endkunden
Die „Mobilitäts-App“ ist die Schnittstelle zwischen Städten, Verkehrsunternehmen und Endkunden

Die Produkte des Daimler-Tochterunternehmens moovel Group werden von fünf Millionen Menschen genutzt, berichtet die Daimler AG.

moovel ist einer der „Mobility-as-a-Service“-Pioniere. Der Begriff (Abkürzung: MaaS) steht für die Bündelung verschiedener Arten der Personenbeförderung, wie beispielsweise Bus und Bahn, Carsharing, Bikesharing und Taxi hin zu einer multimodalen Transportlösung.

 

„Betriebssystem für urbane Mobilität“

Die Buchung und Bezahlung erfolgt per App über ein integriertes Kundenkonto. Damit sollen Verkehrsmittel für den Personenverkehr mit der Sharing Economy zu einem nahtlosen, flexiblen Service verschmelzen. Die moovel Group hat bereits im Jahr 2015 solch eine MaaS-Plattform mit integrierter Buchung und Bezahlung eingeführt.

moovel bietet mit der multimodalen Mobilitätsplattform Städten und Verkehrsunternehmen einen Werkzeugkasten, mit dessen Hilfe sie verschiedene Mobilitätsanbieter einbinden können. Diese MaaS-Plattform kann auch dazu dienen, den Verkehrsfluss in der Stadt zu optimieren. moovel bezeichnet dies als „Betriebssystem für urbane Mobilität“.

 

Mobilitäts-App als Schnittstelle zwischen Anbietern und Kunden

Ein wichtiger Bestandteil dieses Betriebssystems ist die „Mobilitäts-App“ - die Schnittstelle der Städte und Verkehrsunternehmen zu den Endkunden. Hier können ÖPNV-Tickets gebucht und bezahlt werden, sowie weitere Mobilitätsoptionen wie etwa Carsharing oder Leihräder.

So können beispielsweise in Stuttgart seit 2015 Fahrten mit Bus und Bahn, car2go, mytaxi und Deutsche Bahn direkt in der moovel Mobilitäts-App gebucht und bezahlt werden.

 

Zwei Millionen neue Nutzer in einem Jahr

Daneben bietet moovel Apps für Hamburg, Karlsruhe und Aschaffenburg. In Nordamerika ist moovel NA mit Sitz in Portland, Oregon, der führende Anbieter mobiler Ticketing-Anwendungen, die es Fahrgästen erlauben, ihre Tickets mit dem Smartphone zu buchen und zu bezahlen. Die Produkte von moovel werden aktuell von 5 Millionen Menschen genutzt – ein Zuwachs von 2 Millionen Nutzern in den letzten 12 Monaten, das entspricht einem Plus von 71 Prozent.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir 5 Millionen Menschen für unsere moovel Produkte begeistern können. Als Mobility-as-a-Service Pionier werden wir auch in Zukunft daran arbeiten, Mobilität in Städten zu vereinfachen und die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen“, so moovel Group CEO Daniela Gerd tom Markotten zu dem Erreichen der 5-Millionen-Marke.

 

Globale Wachstumschancen

Eine im Juli 2018 veröffentliche Studie von The Insight Partners bescheinigt dem globalen Mobility-as-a-Service-Markt starke Wachstumschancen: Die jährliche Wachstumsrate liegt demnach bei 33,9% in der Periode von 2018 bis zum Jahr 2025. Das Research-Unternehmen sieht ein Marktvolumen von 358,35 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.

 

Ride-Sharing per App

 App-basierte Sammelfahrten sind ein guter Einstieg, um den Verkehr effizienter zu gestalten und mehr Menschen dazu zu bringen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen – und damit ein wichtiges Element einer Mobility-as-a-Service Plattform.

Seit 1. Juni 2018 sind in Stuttgart SSB Flex Fahrzeuge unterwegs – ausgestattet mit künstlicher Intelligenz von moovel. Der Betreiber von SSB Flex ist die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) AG. Der Dienst ermöglicht es Kunden, on-demand und bedarfsgerecht Fahrten mit der App SSB Flex zu buchen. SSB Flex ist bundesweit der erste On-Demand Service, der mit einer Liniengenehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz betrieben wird.

Der hinter der SSB Flex liegende moovel on-demand-Algorithmus bündelt die Fahrtanfragen der Nutzer intelligent und ermöglicht das Teilen von Fahrten („ Ride-Sharing“). Um sicherzustellen, dass der Nutzer schnellstmöglich von A nach B kommt, werden die Fahrtrouten laufend unter Einbeziehung von aktuellen Echtzeitdaten des Straßenverkehrs und des ÖPNV berechnet und aktualisiert. Zudem wird eine Prognose der erwarteten Nachfrage berechnet, damit die Flotte vorausschauend gesteuert werden kann.

 

Daimler AG