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Technische Hochschule Deggendorf stellt aktuelle Forschungsprojekte zur Elektromobilität vor

Besuch an der TH Deggendorf (v. l.): Hugo Steiner, Prof. Roland Zink, Moritz Schneider, Annette Karl MdL, Dr. Bernd Vilsmeier, Beate Straßer, Dr. Kristin Seffer und Markus Eider
Besuch an der TH Deggendorf (v. l.): Hugo Steiner, Prof. Roland Zink, Moritz Schneider, Annette Karl MdL, Dr. Bernd Vilsmeier, Beate Straßer, Dr. Kristin Seffer und Markus Eider

Annette Karl, die wirtschaftspolitische Sprecherin der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, besuchte das Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF) an der Technische Hochschule Deggendorf (THD), um aus erster Hand mehr zur Elektromobilität zu erfahren.

 

Prof. Dr. Roland Zink vom Institut für angewandte Informatik und Leiter der Arbeitsgruppen „Angewandte Energieforschung“ und „Mensch, Umwelt und Raumplanung“ am Technologie Campus (TC) Freyung sowie Markus Eider, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Horizon 2020 Project ELECTRIFIC", stellten am 31.08.2018 aktuelle Projekte zur Elektromobilität vor.

 

Der Arbeitsschwerpunkt von Prof. Zink am TC Freyung zielt auf das Spannungsfeld Technologie und Gesellschaft aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Dazu gibt es lokale, europa- und sogar weltweite Kooperationen.

 

 

Elektromobilität im grenzüberschreitenden Kontext

 

Das Projekt „e-Road Pisek - Deggendorf“ beispielsweise ist ein gemeinsamer Ansatz des Technologie Zentrum Pisek (TCP) in Tschechien, der E-WALD GmbH und der THD. Projektziel ist die Entwicklung der Elektromobilität im grenzüberschreitenden Kontext Ostbayerns und Südböhmens sowie die Implementierung der Elektromobilität auf Kreis-, Stadt-, und Gemeindeebene.

 

 

Neue Wege der Bürgerbeteiligung

 

Dieses Konzept wird in einzelnen Teilschritten umgesetzt. Grundlage ist eine Ist-Standanalyse der Elektromobilität aus Raum-, Infrastruktur- und Energiesicht, die in Relation zu den Faktoren Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung und erneuerbaren Energiequellen gesetzt wird.

Interessant in diesem Zusammenhang: Die frühzeitige Einbeziehung der Bürger in die Planung von öffentlichen Projekten wird parallel mit dem Projekt "PUBinPLAN" adressiert. Dabei werden neue Wege der Bürgerbeteiligung installiert. Die Gefahr unnötig aufwändiger Vor- und Detailplanungen kann so minimiert werden.

 

 

Integration von Elektrofahrzeugen und Stromnetz

 

Markus Eider stellte das Projekt "Horizon 2020 Project ELECTRIFIC" vor. Ziel ist es, durch intelligente Integration von Elektrofahrzeugen und Stromnetz eine attraktive, nachhaltige Elektromobilität sicherzustellen. Die Nutzer werden dabei konsequent eingebunden.

„Wir wollen die Verwendung von Elektrofahrzeugen so bequem gestalten, wie dies aktuell auch für die Nutzung von Verbrennerfahrzeugen gegeben ist“, erläutert Eider das Konzept. Dabei sollen das bestehende Stromnetz und die Verkehrsinfrastruktur optimal ausgenutzt werden.

„Und das alles bei einem maximal möglichen Einsatz von erneuerbaren Energien für die Elektromobilität“, fügt der Wissenschaftler hinzu.

 

Heiß diskutiert wurde die Frage, inwieweit die Technik dem Nutzer Entscheidungen vorgeben bzw. abnehmen soll oder kann, ohne dabei das individuelle Bedürfnis nach selbstbestimmter Mobilität einzuschränken. Ergebnis: offen, aber sicherlich ein wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, mehr Elektromobilität auf die Straße zu bringen. Gleiches gilt selbstverständlich für den Datenschutz.

 

THD

 

 

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