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Bionik für das Fahrrad: SKZ und GLENPRO entwickeln individualisierten Sattel

Der Fahrradsattel wird an die persönliche Anatomie und individuelle Wünsche angepasst.
Der Fahrradsattel wird an die persönliche Anatomie und individuelle Wünsche angepasst.

Die SKZ - KFE gGmbH sorgt zusammen mit dem Unternehmen GLENPRO für den perfekten Sitz auf dem Fahrrad, indem eine bionische Struktur auf den Fahrradsattel übertragen wird.

Der individualisierte Fahrradsattel ist die jüngste Entwicklung der Firma GLENPRO Ingenieur-GmbH mit Sitz in Würzburg, die sich mit innovativen Produktentwicklungen befasst.


Der Fahrradsattel soll als herkömmlicher Sattel bei einem Fahrradhändler erworben werden. Dort werden beispielsweise Sitzabdruck und Druckprofil ermittelt, um den Sattel perfekt an die persönliche Anatomie und Wünsche anzupassen. Anschließend werden diese Daten an die Sattelentwickler gesendet.

Der technische Clou erfolge bei GLENPRO mittels innovativer Software. Unter Anwendung der so genannten Topologie-Optimierung kann anhand eines virtuellen Datenmodells mit Randbedingungen (persönliche Sitzfläche, Fahrergewicht etc.) eine optimale Gestalt für den Fahrradsattel hinsichtlich der Festigkeit bei gleichzeitig minimalem Gewicht generiert werden. Das resultierende Modell wird dann bei GLENPRO im CAD (Computer Aided Design) nachkonstruiert.

Das virtuelle Modell des Sattels wird anschließend über ein additives Fertigungsverfahren („3D-Druck“) in ein reales Bauteil umgesetzt. Das Ergebnis ist ein persönlich zugeschnittener Fahrradsattel, der auch noch mit seinem bionischen, zukunftsweisenden Design punktet.

 

Erste Sättel auf einem Fahrrad erprobt
 

In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Additive Produktion des SKZ in Würzburg wurden bereits erste Sättel angefertigt und auch schon erfolgreich auf einem Fahrrad erprobt.

Das SKZ fertigte den Fahrradsattel auf einer Lasersinteranlage, bei der das Kunststoffpulver (Polyamid) mittels Laser schichtweise aufgeschmolzen wird. Eine nachträgliche Einfärbung ermöglicht die farbliche Abstimmung passend zum Fahrrad.

Das Verfahrens-Know-how der Additiven Fertigung des SKZ steht allen interessierten Unternehmen offen, die neue smarte Produkte entwickeln möchten.

Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.

 

 

SKZ - KFE gGmbH