· 

Bosch entwickelt Antrieb für Elektro-Transporter

Dr. Markus Heyn, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung: „Bosch bringt E-Mobilität dorthin, wo sie definitiv Sinn macht – in den städtischen Lieferverkehr.“
Dr. Markus Heyn, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung: „Bosch bringt E-Mobilität dorthin, wo sie definitiv Sinn macht – in den städtischen Lieferverkehr.“

Die Robert Bosch GmbH will einen neuen elektrischen Antrieb für leichte Nutzfahrzeuge anbieten. Diesen sollen erste Fahrzeuge bereits 2019 unter der Haube haben.

 

„Um die Warenversorgung in den Städten am Laufen zu halten, führt kein Weg daran vorbei: Der Lieferverkehr muss neu gedacht werden“, sagt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung.

 

Leise liefern

 

Der StreetScooter der Deutschen Post, der mit einem Bosch-Antrieb unterwegs ist, hat den Wandel im städtischen Güterverkehr bereits angestoßen. Nun will Bosch einen Schritt weiter gehen und einen elektrischen Antrieb für die breite Masse der Lieferfahrzeuge auf den Markt bringen.

 

Die Idee hinter der Elektro-Offensive: Güter werden von Verteilzentren innerhalb der Städte mit E-Transportern ausgeliefert. Gerade im Stop-and-Go-Verkehr sind die Elektro-Transporter besonders effizient. Ein Grund dafür: Das ständige Bremsen lässt sich zur Energierückgewinnung nutzen – und verlängert damit die Reichweite. Die Lieferstrecken von meist weniger als 80 Kilometern am Tag lassen sich ohne Probleme mit einer Batterieladung erreichen.

 

Über Nacht steht die Flotte im Depot und kann wieder geladen werden. Von möglichen Einfahrverboten in Innenstädte wären die Elektroflotten nicht betroffen, denn ihr Antrieb verursacht keine lokalen Emissionen.

Dass Paket- und Expressdienste ihre Lieferungen ressourcenschonend zum Kunden bringen, daran ist nicht nur Städten gelegen. Für 61 Prozent der Deutschen ist die Auslieferung durch E-Fahrzeuge mittlerweile ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ihres Onlinehändlers (Quelle: PwC).

Ein weiterer Vorteil: Die geringe Lärmbelästigung durch Elektrofahrzeuge würde auch die Akzeptanz von Lieferungen zu späterer Stunde erhöhen. Das könnte den Verkehr zu Stoßzeiten entlasten und Lieferzeiten flexibler machen. „Bosch bringt E-Mobilität dorthin, wo sie definitiv Sinn macht – in den städtischen Lieferverkehr“, so Heyn.

 

 

Fit für den Massenmarkt

 

Zu dem elektrischen eCityTruck-Antrieb von Bosch gehören zwei Varianten: einmal mit und einmal ohne Getriebe. Das Ziel: eine schnell integrierbare Lösung zu schaffen, die zu den unterschiedlichen Anforderungen der Automobilhersteller passt.

 

Die Antriebslösungen lassen sich laut Bosch für leichte Nutzfahrzeuge zwischen zwei und 7,5 Tonnen skalieren und decken somit einen großen Teil des Nutzfahrzeugmarktes ab. Denn: Kleintransporter sind weit verbreitet. Rund drei Viertel aller in Deutschland zugelassenen Nutzfahrzeuge gehören bereits dieser Fahrzeugklasse an – Tendenz weiter steigend (Quelle: Shell).

 

„Der elektrische Bosch-Antrieb für Nutzfahrzeuge hat das Potenzial, den Lieferverkehr in Städten aufzurollen. Wir machen den E-Transporter fit für den Massenmarkt“, sagt Heyn.

Bosch hat mit dem neuen eCityTruck-Antriebskonzept aus mehreren Teilen wie Elektromotor und Leistungselektronik eins gemacht. So werden Bauteile eingespart – und das macht den Antrieb nicht nur deutlich effizienter, sondern auch günstiger. Durch die leicht integrierbaren Lösungen können zeitaufwändige Neuentwicklungen beim Kunden entfallen. Ein weiterer Vorteil: Bosch gibt damit nicht nur etablierten Herstellern, sondern auch neuen Playern die Chance, ihre Fahrzeuge schnell auf den Markt zu bringen.

 

Der elektrische Bosch-Antrieb für Nutzfahrzeuge hat das Potenzial, den Lieferverkehr in Städten aufzurollen. Wir machen den E-Transporter fit für den Massenmarkt“, betont Heyn.

 

Mit der eAchse für Pkw bietet Bosch bereits eine All-in-one-Lösung, mit der sich die Entwicklungszeiten bei Fahrzeugen deutlich verkürzen lassen. Durch die Erweiterung des Produktportfolios auf leichte Nutzfahrzeuge geht Bosch nun einen weiteren Schritt, um Fahrzeughersteller bei ihrer Elektrifizierungsstrategie zu unterstützen.

 

 

Robert Bosch GmbH

Kommentar schreiben

Kommentare: 0