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Batterieforschung an der Universität Ulm wird mit für zunächst sieben Jahre mit bis zu 10 Millionen Euro jährlich gefördert

Im Exzellenzcluster zur Batterieforschung suchen Forschende der Uni Ulm und des KIT gemeinsam nach leistungsfähigen und umweltschonenden Alternativen zur Lithium-Ionen-Batterie
Im Exzellenzcluster zur Batterieforschung suchen Forschende der Uni Ulm und des KIT gemeinsam nach leistungsfähigen und umweltschonenden Alternativen zur Lithium-Ionen-Batterie

Die Universität Ulm hat gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bei der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder überzeugt. Ab 2019 wird die Forschung zu „Energiespeicherung jenseits von Lithium“ mit bis zu 10 Millionen Euro jährlich für zunächst 7 Jahre gefördert.

 

Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit steht die Entwicklung von leistungsstarken, zuverlässigen und umweltfreundlichen Speichersystemen – vor allem für die Energiewende und die Elektromobilität.

 

In einem hochselektiven Verfahren hat eine „Exzellenzkommission“, bestehend aus hochkarätigen, internationalen Experten sowie den Wissenschaftsministern aus Bund und Ländern, 57 Cluster für die Förderung ausgewählt.

 

 

Speichersysteme für die Energiewende und die Elektromobilität

 

„Die Bewilligung des Exzellenzclusters im Bereich Batterieforschung ist ein herausragender Erfolg für die Universität Ulm und belegt unsere nationale wie internationale Spitzenposition in diesem global relevanten Forschungsfeld“, sagt Universitätspräsident Professor Michael Weber zu der positiven Entscheidung und bedankt sich beim Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) für die hervorragende Unterstützung – nicht nur im Zuge der Exzellenzstrategie.

 

Im Zentrum des Exzellenzclusters steht die Forschung zu leistungsstarken, zuverlässigen und umweltfreundlichen Speichersystemen – vor allem für die Energiewende und die Elektromobilität.

Eine Steigerung der Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien, die heute in vielen Smartphones, Laptops oder Elektroautos stecken, ist mit großen technologischen Schwierigkeiten verbunden. Zudem sind die Lithium-Vorräte endlich. Deshalb suchen Forschende aus Elektrochemie, Materialwissenschaften, Modellierung und Ingenieurwissenschaften im nun bewilligten Cluster nach alternativen Ladungsträgern – zum Beispiel auf Basis von Natrium, Magnesium, Aluminium oder Zink.

 

 

Batterie-Technologien schaffen ohne Lithium und Kobalt

 

Die Ziele des Clusters reichen von der Grundlagenforschung bis zur anwendungsnahen Wissenschaft. Sie umfassen ein fundamentales Verständnis der elektrochemischen Energiespeicherung in den neuartigen Systemen, die Verbindung grundlegender Materialeigenschaften mit Leistungsparametern. Insgesamt wollen die Forschenden die praktischen Grundlagen für eine Batterie-Technologie schaffen, die ohne Lithium und ohne das ebenfalls immer seltener werdende Kobalt auskommt.

 

Die Ulmer Wissenschaftsstadt bietet den Forschenden eine optimale Umgebung. Gemeinsam mit den ebenfalls am Cluster beteiligten Partnern KIT sowie dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) hat die Universität Ulm 2011 das Helmholtz-Institut Ulm für elektrochemische Energiespeicherung (HIU) auf ihrem Campus gegründet –Träger des HIU ist das KIT. In unmittelbarer Nachbarschaft betreibt das ZSW beispielsweise eine Pilotfertigungsanlage für Batterien. In das neue Exzellenzcluster bringt sich darüber hinaus die Universität Gießen ein.

 

 

Forschungsverbund für Energiespeicherung

„Mit dem bewilligten Exzellenzcluster wird die bereits hervorragende Stellung des Standortes Ulm in der Batterieforschung weiter ausgebaut“, sagt Professor Axel Groß, Direktor des Instituts für Theoretische Chemie an der Universität Ulm und einer der Ulmer Sprecher des Exzellenzclusters. Professor Maximilian Fichtner, Geschäftsführender Direktor des HIU und ebenfalls Sprecher des Exzellenzclusters, ergänzt: „Bereits im Vorfeld der Clusterentscheidung haben die beiden Standorte Ulm und Karlsruhe beschlossen, generell enger auf dem Gebiet der elektrochemischen Speicherung zu kooperieren: Die Forschenden haben gemeinsamen einen der weltweit größten Forschungsverbünde für Energiespeicherung namens CELEST, ,Center for Electrochemical Energy Storage‘, gegründet. Dank des Exzellenzclusters mit etwa 100 zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wächst das Konsortium für die Erforschung alternativer Speichertechnologien noch weiter."

 

„In Zukunft sind neue Speicherkonzepte notwendig, um Herausforderungen wie die Energiewende zu meistern. Zu dieser global wichtigen Aufgabe und zum Aufschluss der deutschen Batterieforschung an die Weltspitze wird das nun bewilligte Exzellenzcluster beitragen. Das Cluster krönt eine einmalige Forschungsumgebung in der Wissenschaftsstadt, in der schon jetzt Batterieforschung auf höchsten Niveau von den Grundlagen bis zur Anwendung stattfindet“, resümiert Professor Joachim Ankerhold, Vizepräsident für Forschung und Informationstechnologie, der außerdem dem Leitungsgremium des Forschungsverbunds CELEST angehört.


 

Universität Ulm

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