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„elenia energy labs“ untersuchen Stromnetze der Zukunft und Integration von Elektrofahrzeugen

Blick in das Energiemanagementlabor, Teil der "elenia energy labs". Marisol Glasserman/TU Braunschweig
Blick in das Energiemanagementlabor, Teil der "elenia energy labs". Marisol Glasserman/TU Braunschweig

Am 24. Oktober 2018 wurden die „elenia energy labs“ an der Technischen Universität Braunschweig feierlich eröffnet. Die neuen Laborkapazitäten zur Energieforschung wurden errichtet für das Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia).

 

Zu den geplanten Projekten zählen LISA4CL (Entwicklung von Netzintegrationsmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen, insbesondere bei hohen Ladeleistungen sowie deren kommunikative Anbindung an die Ladeinfrastruktur) und „U-Quality“ über Auswirkungen künftiger Netznutzungsfälle der Niederspannung wie Photovoltaik, Elektrofahrzeuge, Photovoltaik-Batteriespeichersysteme und Power-to-Heat-Anwendungen.

 

Im Fokus stehen das dynamische Verhalten des Verteilungsnetzes und Energiemanagement in intelligenten Gebäuden. Dafür wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie knapp eine Million Euro bereitgestellt.

 

 

Labor untersucht das Zusammenwirken von dezentralen Erzeugungseinheiten, elektrischen Speichern und Verbrauchern

 

Für die „elenia energy labs“ wurden mehrere vorhandene Räume am Institut zu einer neuen Laborumgebung zusammengefasst, vernetzt und mit neuen Messgeräten, Testgeräten und Anlagen ausgestattet. Hier werden Untersuchungen zum Zusammenwirken von verschiedenen dezentralen Erzeugungseinheiten, elektrischen Speichern und Verbrauchern durchgeführt.

 

 

Forschung zum Einsatz von Ladestationen für Elektroautos in Wohngebieten

 

"Mit den Versuchslaboren erweitert das elenia seine über 90-jährige erfolgreiche Geschichte um ein weiteres Kapitel. Die elenia energy labs sind ein wichtiger Mosaikstein für unseren Forschungsschwerpunkt ‘Stadt der Zukunft‘. So können wir eine nachhaltige Energieforschung vorantreiben, zum Beispiel beim Einsatz von Ladestationen für E-Autos in Wohngebieten“, sagt Professorin Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig.

 

 

Beitrag zum Wandel des Energieversorgungssystems hin zu einer erneuerbaren dezentralen Erzeugungsstruktur

„Der Fokus der Tests liegt auf dem Zusammenspiel der Komponenten, ähnlich wie das Zusammenspiel von Instrumenten in einem Orchester“, sagt Professor Bernd Engel vom Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia).

 

Mit Hilfe der neuen Labore kann das elenia zum Beispiel Auswirkungen eines Smart Building, eines automatisierten Gebäudes, auf die Netzstabilität untersuchen. Die geplanten Laborversuche leisten einen Beitrag zum Wandel des Energieversorgungssystems von zentralen Großkraftwerken hin zu einer erneuerbaren dezentralen Erzeugungsstruktur.

 

Die elenia energy labs sind ein wichtiger Baustein des Braunschweiger Energieforschungsknotens innerhalb des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN). Die neuen Labore ermöglichen eine fokussierte Zusammenarbeit von verschiedenen Forschungseinrichtungen der TU Braunschweig zum Thema Energie. Über das EFZN steht diese Forschungsinfrastruktur auch den damit verbundenen Universitäten in Clausthal, Göttingen, Hannover und Oldenburg sowie weiteren externen Forschungspartnern zur Verfügung.

 

In den elenia energy labs werden zahlreiche Projekte realisiert, darunter „Netzregelung 2.0“ (Stabilität der Stromnetze bei dezentraler Stromerzeugung mit Wechselrichtern) und „NetProSum2030“ (kompakte modulare Wandler und optimierte Systemlösungen zur Energieflusssteuerung).

 

Die elenia energy labs wurden im Rahmen des sechsten Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.


 


Technische Universität Braunschweig 

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